Schützenfest gegen die Schlittenhunde
Das Spiel am Sonntag Abend gegen die Kassel Huskies bot den Fans alles was das Eishockey-Herz begehrt. Reichlich Tore, Spannung, Einsatz und Spielfreude. Zwei Drittel lang präsentierten die Füchse eine überragende Vorstellung gegen den Ligafavoriten und machten damit beste Werbung für das Duisburger Eishockey. Mit 8:5 haben die Füchse gezeigt wer Herr im Hause ist.
Die Duisburger Fans dürften sich am vergangenen Abend an den Saisonbeginn zurückversetzt gefühlt haben. Denn der EVD zeigte von der ersten Minute wieder den selben Einsatz und die Spielfreude, mit der sich die junge Truppe bereits zum Start in diese Spielzeit große Anerkennung verdient hatte. Und der Funke sprang sofort auf das Publikum über. Riesen Jubel schallte durch die Scania Arena als Clarke Breitkreut bereits in der dritten Minute den Führungstreffer markierte. In der Folge spielten die Füchse befreit auf. Sowohl die eigenen Fans, als auch der Gegner dürften etwas überrascht gewesen sein, als es dann nach acht Minuten bereits 2:0 stand. Daniel Huhn hatte eine schöne Kombination vor dem Tor erfolgreich abgeschlossen. Zuvor hatte Björn Linda, der wie seine Vorderleute gut aufgelegt schien, mit einem starken Save den Ausgleich verhindert. Als dann Manuel Strodel nach einem schönen Alleingang den Puck zum 3:0 in den Winkel schlenzte, gab es auf den Rängen kein halten mehr. Drei Minuten vor der Pause behielt Clarke Breitkreuz dann den Überblick vor dem gegnerischen Tor und schob die Scheibe zum 4:0 über die Linie. Einen kleinen Schönheitsfehler bekam das nahezu perfekte Drittel dann aber doch noch. Einen Schuss von Marc Roedger lenkte Björn Linda an den Innenpfosten, von wo der Puck im Tor landete. Mit 4:1 ging es dann unter dem Jubel des Duisburger Anhangs in die Pause.
Der zweite Abschnitt begann kurios. In der 23. Minute rutschte erst ein Fuchs ins Tor von Adam Ondraschek und anschließend auch der Puck. Die Huskies protestierten zwar, doch der Treffer zum 5:1 zählte. Das der Gästekeeper nicht seinen Besten Tag hatte untermauerte Thomas Ziolkowski mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, der zum 6:1 einschlug. Ein halbes Dutzend nach nicht einmal 30 Minuten. Das hätte Niemand gegen den hohen Favoriten für Möglich gehalten. Doch Kassel ließ sich nicht, wie von den Fans gefordert, aus der Halle schießen. Innerhalb von acht Minuten kamen die Gäste durch Koziol (30.), Engel (32.), Robitaille (33.) und Valenti (38.) wieder heran. Der EVD hatte plötzlich vollkommen den Faden verloren und fand auch nicht durch eine Auszeit von Trainer Fritzmeier wieder in die Spur. Statt mit einer komfortablen Führung ging es also mit einem knappen 6:5 Vorsprung in die Kabine.
Doch der Coach schien in der Drittelpause die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach dem Bully waren die Jungen Wilden wieder da. Jetzt kam das Kombinationsspiel aus den ersten 30 Minuten wieder ins laufen und auch Björn Linda war wieder hell wach. Auch die Fans hatten den Ernst der Lage erkannt und feuerten ihre Mannschaft den gesamten Spielabschnitt hindurch an. In der 51. Minute traf dann Norman Hauner zum erlösenden 7:5 in Überzahl. Den Schlusspunkt der Partie setzte Manuel Strodel, der ein klasse Spiel zeigte, mit dem 8:5 Endstand. „Wir sind stolz auf unser Team“ skandierten die Fans nach dem Abpfiff und feierten damit die Spieler für eine überragende Leistung.
Tore:
1:0 (2:29) Breitkreuz
2:0 (7:48) Huhn (Schöbel, Hanke)
3:0 (13:04) Strodel (Breitkreuz)
4:0 (16:51) Breitkreuz (Schmidt, Schmidt)
4:1 (18:15) Roedger (Sikora, Christ)
5:1 (22:12) Breitkreuz
6:1 (27:36) T. Ziolkowski
6:2 (29:50) Koziol (Kostyrev)
6:3 (31:23) Engel (Roedger, Sikora)
6:4 (32:57) Robitaille (Koziol)
6:5 (37:43) Valenti (Roedger, Robitaille) PP
7:5 (50:56) Hauner (C. Ziolkowski, Hrstka) PP
8:5 (56:14) Strodel (Raaf-Effertz)
Strafen: Duisburg 4 + 10 (Hrstka), Kassel 6
Zuschauer:
837
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Der EV Duisburg